Wohnungsfinanzierung – die besten Möglichkeiten

Eine eigene Wohnung oder ein Haus zu besitzen ist bei den heutigen Mieten meisten ein Vernünftiges Unterfangen und der Traum vieler junger Familien. Es ist ein Irrglaube, dass nur jene einen Immobilienkredit erhalten, die viel verdienen. Eine Wohnungsfinanzierung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch für Normalverdiener möglich. Das liegt daran, weil Kreditraten teils geringer sind als die monatliche Miete. In diesem Artikel werden die besten Möglichkeiten zur Wohnungsfinanzierung vorgestellt, um den Traum in die Wirklichkeit umzusetzen.

Wohnungsfinanzierung

Der Traum von den eigenen 4 Wänden muss kein Traum bleiben. Hier erfahren Sie Möglichkeiten zu effektiven Wohnungfinanzierung. Foto: monkeybusinessimages / Bigstock

Das klassische Mietkauf

Diese Wohnungsfinanzierungsform liegt zurzeit stark im Trend. Vor allem bei Neubauten setzen viele Bauträger auf dieses Modell, um den Bewohnern, die Chance auf eine Wohnung zu ermöglichen. Beim unverbindlichen Mietkauf steht die Option offen, die Immobilie nach fünf oder zehn Jahren zu kaufen, falls dies der Mieter wünscht. Auch gibt es das Modell, wo von Anfang an fix ist, dass die Wohnung nach einer bestimmten Zeit gekauft wird. Die ersten Jahre wird der Kaufpreis über die Miete abgegolten. Die Restschuld wird klassischerweise über ein Darlehen getilgt oder der Käufer bezahlt die offenen Forderungen sofort. Zu Mietbeginn ist bei vielen Bauträgern eine Vorfinanzierung notwendig. Eigenmittel zwischen 20.000 und 40.000 Euro liegen hier im Rahmen.

Vorteile: Miete muss sowieso jeder bezahlen und auf diesem Weg wird das Geld direkt in die Wohnung investiert, um diese zu einem geringen Preis zu kaufen.

Nachteil: Personen mit Schufaeintrag haben es schwer, solch eine Wohnung zu erhalten.

Hypothekendarlehen

Diese Finanzierungsform wird am häufigsten gewählt, wenn es sich um die Finanzierung einer Immobilie handelt. Dieser Kredit wird direkt bei einer Bank aufgenommen und monatlich in Raten in einem bestimmten Tilgungszeitraum zurückbezahlt. Ein Hypothekendarlehen wird in der Regel auf 20 bis 30 Jahre festgelegt und die Zinsen werden durch die sofortige Tilgung geringer.

Vorteile: Ein Hypothekendarlehen erhalten teils auch jene Personen mit schlechter Bonität, weil hier die Immobilie als Sicherheit gilt. Die Bank bleibt solange im Grundbuch bestehen, bis der Kredit vollständig getilgt wurde. Eine Darlehensgarantie gibt es leider nirgendwo, weil hier einige Faktoren zusammenspielen. Die Chancen sind auf jeden Fall höher als beim klassischen Kredit.

Nachteil: Kreditnehmer sind lange Zeit an das Hypothekendarlehen gebunden

Bauspardarlehen

Diese Form der Finanzierung eignet sich vor allem für junge Sparer, die erst in einigen Jahren eine Immobilie erwerben möchten. Zwar gibt es auf das Bausparguthaben relativ niedrige Zinsen, dafür liegen in Folge auch die Bauspardarlehen Zinsen im günstigen Bereich. Zuvor muss jedoch eine bestimmte Summe angespart werden, um in den Genuss eines Bauspardarlehens zu kommen. Ein Sparanteil von 40 bis 50% ist hier üblich, und es wird zwischen 5 bis 9 Jahre einbezahlt.

Vorteil: Die Zinssicherheit ist ein Pluspunkt, wie auch der mögliche Verzicht der Grundschuld, seitens des Geldgebers und Sondertilgungen sind jeder Zeit möglich.

Nachteil: Die Abschlussgebühren sind relativ hoch, die Darlehensrückzahlungsdauer ist für viele zu kurz und die Sparzinsen sind gering.

Staatliche Fördermittel beantragen

Wer bereits Eigenmittel besitzt oder zusätzlich zu einem Darlehen, Fördermittel benötigt, findet je nach Bundesland unterschiedliche Möglichkeiten. Beispielsweise, die Wohn-Riester Zulagen, die Steuervorteile bei der Tilgung versprechen. Auch gibt es spezielle Fördermittel für den Wiederaufbau von Immobilien, oder beim Bau von Energiesparhäusern, beziehungsweise Sanierungen. Interessierte sollten bei der zuständigen Gemeinde nachfragen, welche Fördermittel es hier zu erwarten gibt. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es zudem Zuschüsse für Privatpersonen in den Bereichen Solaranlagen, Wärmepumpen, Holzpellet-Heizanlagen und vieles mehr.
Versicherungsdarlehen

Eine weitere Möglichkeit, ist das sogenannte Versicherungsdarlehen, welches sich für manche Projekte rentiert. Es handelt sich um eine Mischung aus Darlehen und Lebensversicherung. Monatlich werden die Darlehensraten bei der Bank getilgt und ein Teil in die Lebensversicherung investiert. Die Versicherung ist ebenfalls auf einen bestimmten Zeitraum ausgelegt. Nach Fristende werden die Beiträge inklusive Zuschüsse und Zinsen ausgezahlt und zur Darlehenstilgung verwendet.

Vorteile: Die Kreditsumme sinkt schneller, durch die gleichzeitige Ansparung

Nachteile: Die Hälfte der Versicherungssumme muss versteuert werden, außerdem können Zinsanpassungen, die Kosten erhöhen.

Eine gute Beratung ist das A und O

Wer sich für eine Wohnbaufinanzierung interessiert, sollte die Optionen präzise studieren durchgehen und sich gewissenhaft beraten lassen. Mehrere Termine bei Banken, bei der Gemeinde und bei Bauträgern sollten hier am Tagesplan stehen. Prüfe, wer sich auf 20,30 Jahre bindet. Eine Eigentumswohnung oder ein Haus ist der Traum von vielen. Jedoch banden sich damit schon einige ein Klotz ans Bein, welches sie nicht mehr loswerden. Deswegen gilt es hier gut zu überlegen, wie die Pläne in den nächsten Jahren aussehen.

Zusammenfassung, der Optionen:

  • Hypothekendarlehen
  • Bauspardarlehen
  • Mietkauf
  • Versicherungsdarlehen
  • Staatliche Förderungen

Fazit:

Die erwähnten Wohnungsfinanzierungsformen sind die geläufigsten. Genauere Information finden Interessenten direkt bei der Bank oder bei speziellen Wohnfinanzierungsstellen.

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